Rückblick auf die Woche vom 22. bis 28. Februar

ptprasidium1Heute ist der Rückblick für den Blog mit Anmerkungen zu unterschiedlichen Vorgängen verbunden. Beginnen werde ich mit der vergangenen Woche. Dabei fällt mir zuerst die Plakataktion der Linken im Plenum zu Afghanistan ein.
Der Hinweis ausschließlich auf die bedauernswerten Opfer und deren Angehörige impliziert das Verschweigen tausender Zivilopfer durch die Taliban und Selbstmordattentäter. Damit haben sich die Linken auf eine menschenverachtende Weise geoutet.

Derartige Aktionen der Linken sind auch für Demokraten außerhalb des Bundestages ein deutliches Signal für fehlende Koalitionsfähigkeit dieser Partei.

Die Reaktion des Plenums und die eindeutige Haltung des Bundespräsidenten ist ein ermutigendes Zeichen für unseren Rechtsstaat.

Indes wird in den Ausschüssen und im Plenum über Sachthemen diskutiert – kontrovers wie es sein muss. Beispielsweise konnten wird als Vertreter der neuen Bundesländer Forderungen nach Subventionen für die Solarindustrie nur in geringen Umfang erfüllen. Immerhin: ohne die Aktivitäten der FDP hätte sich das Kabinett - weder was die Terminkette noch was die Eckdaten der Degression betrifft - bewegt.

An diesem Beispiel zeigt sich die Notwendigkeit unserer Fraktionsspitze in ihrer konsequenten Verhandlungsführung zu ermuntern und zu stärken. Darauf habe ich in der letzten Fraktionssitzung ausdrücklich hingewiesen.

Woche ab 8. Februar

Über das Verhältnis von Prophylaxe (griechisch: Vorbeugung) und Kurative (lateinisch: Behandlung)

Während dieser verkürzten Sitzungswoche wurde eines besonders deutlich: Die Abgeordneten leisten einen erheblichen Teil ihrer Arbeit im Sinne von „Reparaturmaßnahmen“, also Missverständnisse ausräumen, Fehlentscheidungen korrigieren, Vertrauen zurück gewinnen. An solchen Tagen ist die Stimmung eher durch Hektik und Aktionismus geprägt. Für die Prophylaxe bleibt nicht nur weniger Zeit, sondern auch weniger Geduld. Und Prophylaxe hieße: konzeptionelle Aufgaben anpacken, sich Visionen öffnen und Gespräche zu Strategien führen. Ich habe mich als Tierarzt und später auch als OB immer bemüht, da eine Balance hinzubekommen, um nicht von dem einen oder dem anderen überfordert zu werden. Ich will bei mir selbst dieses Problembewusstsein erhalten, denn es ist eine Voraussetzung für überdurchschnittliche Leistung, an der ich gemeinsam mit meinen Partnern arbeite.

Mit dem Bezug meines Arbeitszimmers und der Kombination von Geburtstag und Flurfest habe ich natürlich zu dem Aktionismus selbst auch beigetragen. Das wird aber nun voraussichtlich erst in einem Jahr wieder der Fall sein und dann ohne den Anlass des Ein- und Umzugs.

Immerhin war in dieser Woche Zeit zu erkennen, dass es uns in den vergangenen Jahren nicht gelungen ist, die progressiven Ideen, speziell auf dem Gebiet der Forschungspolitik, in der FDP selbst und im Bundestag verständlich zu machen. Wenn ich nach Berlin gegangen bin, um mich besonders bei den Themen Energie, Klima und demographische Entwicklung einzubringen, dann habe ich mit dieser Feststellung eine wichtige Erkenntnis gewonnen. Nun ist es aber eine günstige Konstellation, dass ich für die strategischen Überlegungen gerade in meinem Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung hervorragende Mitstreiter finde.
geburtstag

9. Februar 2010

otzgeraDie vergangene, sitzungsfreie Woche war angefüllt mit zahlreichen interessanten öffentlichen Gesprächen und Terminen.
Besonders hervorheben möchte ich meinen Besuch beim THW in Gera, der getragen war von dem Gedanken, sich gemeinsam für das Wohl der Stadt zu engagieren.

Dort entstand nachfolgendes Interview mit der OTZ Gera (Angelika Munteanu):

Ostthüringen muss künftig noch mehr zusammenrücken, sagte am Sonnabend in Gera der Bundestagsabgeordnete Dr. Peter Röhlinger (FDP).
Für den Jenaer, der von 1990 bis 2006 Oberbürgermeister in Geras Schwesterstadt war, sind die Beziehungen zu Gera nicht mit dem Einzug in den Bundestag vor gut 100 Tagen beendet. Im Gegenteil: Am 19. Februar will der liberale Politiker sein Geraer Wahlkreisbüro in der FDP-Kreisgeschäftsstelle in der Rudolf-Diener-Straße eröffnen. Er wolle den Kontakt zu den Bürgern über Generationen hinweg suchen, sagt Röhlinger, der gestern seinen 71. Geburtstag feierte und für den mit der Bundespolitik ein völlig neuer Lebensabschnitt begonnen habe.
Doch es gebe sehr wichtige Dinge, wo das Parteibuch eine untergeordnete Rolle spielt. Aktueller Schwerpunkt für den Jenaer, der sonst ein Mann der Wissenschaft ist, ist die Bahnanbindung von Ostthüringen. Die Mitte-Deutschland-Verbindung ist mit einer hohen Frequenz zu besetzen, fordert Röhlinger für den Zugverkehr zwischen Gera und Erfurt über Jena. Mit der Koalitionsvereinbarung von SPD und CDU in Thüringen gebe es Entscheidungen zu den Schienenverbindungen. “Unsere Aufgabe ist es, das durchzusetzen. Das geht nur gemeinsam mit Bund, Land und Kommunen.” In Jena sei das Thema auf der Tagesordnung. In anderen Teilen Ostthüringens müsse wieder mehr Druck aufgebaut werden. “Ich gehe davon aus, dass die Oberbürgermeister und Landräte unabhängig vom Parteibuch einen gemeinsamen Faden spinnen werden”, erwartet Röhlinger. Aber das allein reiche nicht aus, die Wirtschaft müsse mit ins Boot. Denn wenn ab 2016 die ICE-Anbindung München-Berlin über Saalfeld und Jena zugunsten der Strecke über Erfurt wegfalle, dann treffe das ganz Ostthüringen und auch Gera. Um Wirtschaft und Wissenschaft in der Region zu bündeln und zu entwickeln, brauche es gute Leute. Die kommen aber nur, wenn die Verkehrsanbindung gut ist.
Röhlinger hat fürs Erste lieber den Spatz in der Hand mit einem schnellen ICE-Zubringer aus Ostthüringen nach Erfurt. Ob es einen Ersatz geben könnte für den ICE entlang der Saale, sei ungewiss. “Der Bund ist sehr vorsichtig”, hat Röhlinger erfahren. Er habe im Herbst in Berlin Gespräche zu diesem Thema begonnen, aber bis heute nichts Schriftliches in der Hand. “Das ist kein gutes Zeichen.”

Woche vom 25. bis 29. Januar

Zugefroren war die Spree in dieser Woche - ungewöhnlich und selten. Und ich stelle mir die gleiche Situation vor während der Zeit der Mauer: Wie groß war die Versuchung zur Flucht? Wie groß war für die Soldaten an der Grenze die Angst, bei Fluchtversuchen schießen zu müssen. Diese Gedanken sind wohl die Grundlage für meine von Dankbarkeit und Demut getragene Gelassenheit bei der kritischen Betrachtung der aktuellen Situation.

Guido Westerwelle hat uns in der vergangenen Fraktionssitzung ermuntert. Vor den NRW-Wahlen werden wir offen sein für kritische Gedanken, aber nicht an den Festlegungen des Koalitionsvertrages rütteln. Die Vielfalt der Themen in den Plenarsitzungen spiegelt das ganze Leben wieder: Finanzkrise - Klimawandel - Familienpolitik - Aufarbeitung der Stasi-Vergangenheit etc. Erleichterung empfinde ich bei der angekündigten Veränderung der international abgestimmten Afghanistan-Politik.

Für mich waren in dieser Woche zwei Termine von besonderer Bedeutung. Der Präsident der Max-Planck-Gesellschaft besuchte mich in meinem Abgeordnetenbüro Unter den Linden. Außerdem traf ich eine Besuchergruppe von Studierenden der Politologie aus Jena. Forschungsthemen sind meine Schwerpunkte im zuständigen Bundestagsausschuss, darauf freue ich mich. Unbefriedigend ist der aktuelle Stand der Anbindung von Jena und Ostthüringen an die Schiene. Dazu wird in der sitzungsfreien nächsten Woche in Jena zu reden sein.

2010 Neuer Start in neuen Amtsräumen

Mit dem Bezug der neuen Büros verbessern sich schrittweise die Arbeitsbedingungen und die Möglichkeiten, hohe Qualität abzuliefern. Der Jahresbeginn ist gleichzeitig mit Haushaltsberatungen verbunden, erfahrungsgemäß eine Spielwiese für harte Auseinandersetzungen zwischen Opposition und Koalition. Ich weiß, dass - angesichts der kritischen Presse - manche sich Sorgen machen um mein Wohlbefinden. Aber ich kann alle beruhigen und ermutigen: Der Druck von außen führt auch zur Konzentration der Kräfte im Inneren, zur interessanten und belastbaren Solidarisierung bei den Inhalten. Insbesondere stimmt die Chemie zwischen den Beteiligten der drei Parteien der christlich-liberalen Koalition.

Tatsächlich sind wir in einer der schwersten Wirtschaftskrisen, die Deutschland je erlebt hat. Ich habe meine Erwartungshaltung sehr flach und bescheiden angesetzt und kann nicht erkennen, dass es zu Verwerfungen auf der Ebene des Deutschen Bundestages kommt. Wir werden noch komplizierte Phasen überwinden und gestalten müssen. Abgerechnet wird natürlich 2013.

Das wiederum ist genau die Crux der Politik. Wir leben im Zeitraster von Wahlen, auch z.B. von Landtagswahlen, und verlieren damit den Blick für den Zeitraum 2030 bis 2050. Das hatte ich jedoch für mich als wesentlichen Inhalt formuliert und werde deshalb für Nachhaltigkeit und prognostisches Denken so viel Zeit und Kraft wie möglich aufwenden.

Inhaltlich bin ich beim Thema Forschung und Bildung in zahlreichen Gesprächen dabei, für Information und Meinungsbildung in Thüringen den Boden zu bereiten. Wir wollen eine gemeinsame Konferenz mit den Rektoren und Präsidenten der Universitäten und Fachhochschulen und mit der FDP-Landtagsfraktion vorbereiten. Das zweite Thema ist natürlich die Schienenanbindung von Ostthüringen. Hier werden wir gemeinsam mit der politischen Öffentlichkeit in Thüringen noch ein dickes Brett bohren müssen.

Für die Motivation und für das Sprudeln neuer Ideen spielt nach wie vor meine gute Aufnahme in der Fraktion und in der Verwaltung hier in Berlin eine ganz wichtige Rolle. Ich bin zuversichtlich, dass das eine tragfähige Grundlage bleibt.

Insofern: Politik ist sexy, befriedigt Neugier und Eitelkeit, beflügelt Teamgeist und verführt zum Ausloten der Grenze der eigenen Belastbarkeit. Das kommt gerade recht zum Beginn des nächsten Lebensjahres im Februar.

Gedanken zum Jahresausklang

Kurz vor der Abreise nach Jena sollen heute die Gedanken dem Ablauf der vergangenen Woche gelten. Das Positive am Schluss der Sitzungswoche: 1. Das ominöse Wachstumsbeschleunigungsgesetz ist auch im Bundesrat verabschiedet worden. Einzelheiten werden wir noch erfahren. 2. Im Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung habe ich meinen ersten Beitrag als Berichterstatter über das große Kernfusionsprojekt ITER in Frankreich eingebracht. 3. Die Vorbereitungen für unsere Wissenschaftskonferenz in Jena finden in Fraktion und Ausschuss großes Interesse.

Mit der heutigen abschließenden Diskussion im Bundestagsplenum wurde unter anderem das Mandat für den Einsatz der Bundeswehr in Bosnien-Herzegowina verlängert. Diese Entscheidung gehörte zu den durchaus strittigen Themen, deshalb auch die namentliche Abstimmung darüber. Ich erinnere mich gut daran, dass ich anfangs im Zweifel war, ob ein Einsatz der Bundeswehr dort helfen kann. Im Nachhinein muss ich aber sagen, dass sich dieser Einsatz ebenso gelohnt hat wie der in den Gewässern vor der Küste des Libanon oder vor der somalischen Küste. Natürlich ist es ein Unterschied, ob man eine solche Entscheidung als Zuschauer erlebt oder ob man selber dafür Verantwortung übernehmen muss. Insofern bin ich froh, dass die Anträge große Mehrheiten gefunden haben. Das ist auch die richtige Botschaft an die internationale Öffentlichkeit.

Ich bin ja nach Berlin gegangen, um mich vor allem für zwei Dinge einzusetzen, zum einen für den Wissenschaftsstandort Jena und Thüringen, zum anderen für die Berücksichtigung des Gedankens der Nachhaltigkeit bei allen Entscheidungen. Das findet hier Gott sei Dank in breitem Umfang Unterstützung. Es wird schwierig sein, diese Nachhaltigkeit auch bei den bevorstehenden Haushaltsberatungen immer wieder in Erinnerung zu bringen und sich zu trennen von den durch Wahlen vorgegebenen Zeitrastern. Ich habe nach wie vor die Generationen meiner Kinder und Enkel im Blick, wenn ich über Verschuldung und Kredite zu entscheiden habe.

Am Ende der Sitzungswoche sind wir unserem Umzug innerhalb der jetzigen Adresse Unter den Linden 50 in künftig drei Büros einen entscheidenden Schritt näher gekommen. Das ist höchste Zeit, weil die Arbeitsfähigkeit für drei Personen in einem kleinen Raum wirklich nicht gegeben ist und uns in der vorläufigen Umgebung auch einige Informationen auf elektronischem Wege nicht erreicht haben. Ab Januar steht mir ein eigenes Büro zur Verfügung, das von der Fläche her etwa meinem Raum in Jena entspricht, das aber mit einem bombastischen Schreibtisch ausgestattet ist, der mich vielleicht dazu verleiten wird, manche Arbeit darauf liegen zu lassen. Mit diesem optimistischen Ausblick auf die Verbesserung der „Arbeits- und Lebensbedingungen“ lassen wir das Jahr ausklingen. Die in Eile abgezeichneten Weihnachtsgrüße müssen noch eingetütet und versandt werden. Was uns jetzt noch erreicht, wird im Januar mit freundlichen Grüßen beantwortet.

Es geht für mich hier in Berlin die letzte Sitzungswoche dieses Jahres zu Ende, voller im Wesentlichen positiver Eindrücke, voller neuer Impulse und neuer Kontakte. Das erste Gefühl von Zusammenhalt in der liberalen Fraktion, von Solidarität und gegenseitigem Verständnis in schwierigen Situationen hat sich im Laufe meines ersten Vierteljahres im Bundestag bestätigt und gefestigt. Deshalb freue mich auf die Arbeit und die Erfolge im Jahre 2010 – über etwaige Misserfolge werde ich nur ungern berichten.

Sitzungswoche vom 30. November bis 4. Dezember 2009

Rückblickend auf die vergangene Sitzungswoche stellen zweifelsohne die Beschlussfassungen über die Verlängerung des Mandats der Bundeswehr für den Einsatz in Afghanistan (ISAF) und über das Wachstumsbeschleunigungsgesetz die Schwerpunkte dar. Die Mehrheiten waren überraschend deutlich und Befürchtungen, dass es knapp werden könnte, im Nachhinein unbegründet. Inhaltlich gab es keine neuen Aspekte bei den Diskussionen in den Ausschüssen und im Plenum. Es ist ein gutes Gefühl, dass wir das noch im alten Jahr auf den Weg gebracht haben.

Interessant ist die engere Zusammenarbeit mit den Kollegen der CDU-Fraktion aus Thüringen, vorwiegend außerhalb der Parlamentsgebäude. In der Thüringer Landesvertretung oder in der Parlamentarischen Gesellschaft findet ein Gedankenaustausch statt, von dem ich sagen darf, dass er für die weitere Zusammenarbeit wichtig ist.

Nicht unerwähnt bleiben soll, dass ich mich nun auf den Feierabend in den gemieteten eigenen vier Wänden freuen kann. Damit werden auch die Fehlerquellen reduziert. Zum Glück gab es bis jetzt wenig „Kollateralschaden“ zu verzeichnen, was das Liegenlassen oder das Vergessen von Unterlagen betrifft, und ich erlerne schrittweise auch die bessere Benutzung meines Handys.

Der Blick aus meinem Fenster in der Alice-Berend-Straße allein ist schon Motivation genug: Ich schaue auf die Spree, auf die Kongresshalle im Hansa-Viertel, auf den Fernsehturm am Alexanderplatz und – etwas hinter den Bäumen versteckt – auf die Reichstagskuppel. Ein Blick mit Symbolwert: Geschichte und Zukunft.

Retrospektive der Sitzungswoche vom 23. bis 27. November 2009

In dieser Woche haben sich verschiedene Gremien konstituiert, so z.B. die beiden Ausschüsse, in denen ich mitarbeiten werde. Höhepunkt der Sitzungswoche war zweifelsohne meine erste Wortmeldung im Auswärtigen Ausschuss des Bundestages zum Thema Afghanistan und Nahost. Es ging mir in diesem Zusammenhang darum, meine Position vor der Abstimmung zu den vorliegenden Mandaten zu formulieren. Mir ist wichtig, dass auch bei diesem Thema nach der Wahl das gilt, was vor der Wahl gesagt wurde. Den Wählerauftrag habe ich auf diesem Gebiet dahin interpretiert, dass die Bundesregierung unterstützt werden soll. Das Wahlplakat „Raus aus Afghanistan“ hat schließlich ebenso wenig zum Wählerauftrag der Regierungsbildung geführt wie das Plakat „Reichtum für alle“.

In dieser Woche bin ich in Berlin und in der FDP-Bundestagsfraktion richtig angekommen. Mehr als einmal war die Anwesenheit jedes einzelnen Abgeordneten dringend notwendig, um Mehrheiten zu sichern, z.B. auch beim so genannten „Hammelsprung“: Am Donnerstag haben die Koalitionsfraktionen von CDU/CSU und FDP damit verhindert, dass der frühere Bundesverteidigungsminister Franz Josef Jung ohne Prüfung der Unterlagen zur Abgabe einer Erklärung über Informationspannen nach der Bombardierung von zwei Tanklastern in Afghanistan gezwungen wurde.

Unterbrochen wurde die Sitzungswoche durch meine Teilnahme an der Stadtratssitzung am Mittwoch in Jena. Hier lag der Schwerpunkt bei den Haushaltsberatungen.

Schließlich habe ich am Donnerstagabend an einer schönen Veranstaltung auf Einladung der Thüringer Landesregierung teilgenommen. Nach einem weihnachtlichen Konzert im Französischen Dom mit jungen Künstlern der Musikhochschule Weimar ist der Abend in der Thüringer Landesvertretung mit zahlreichen Begegnungen und interessanten Gesprächen ausgeklungen. Auch für das leibliche Wohl war mit echter Thüringer Küche bestens gesorgt.

Sonnabend, 21. November

Rechtswissenschaftliche Fakultät der FSU Jena. Es wurde der Wiedereröffnung der Fakultät in einer Feierstunde gedacht. Dabei wurden die Akutere aus dieser Zeit, in erster Linie die Uni Jena und Marburg, sowie die Landesregierung, die Sponsoren und nicht zuletzt der Stadt Jena gewürdigt. Am Beispiel dieser Wiedereröffnung und der besonders positiven Entwicklung wird die Dynamik der jüngeren Geschichte deutlich.

Am Nachmittag die diesjährige Verleihung des Grete Unrein Preises. Die Veranstaltung der Jungliberalen zusammen mit der FDP Jena und die Auszeichnung der Preisträger durch die Festrednerin Landtagsvizepräsidentin Franka Hitzig stellt eine neue, sehr positive Seite der Würdigung des ehrenamtlichen Engagement durch die Jungliberalen dar. Da kann man nur sagen: weiter so.

Freitag, 20. November

Als Mitglied der Jury beim Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft obliegt uns die Auszeichnung „Stadt der Wissenschaft“ Diesmal sitze ich nun auf der anderen Seite und kann meine Erfahrungen in die Beurteilung der Bewerbungen der Städte einbringen. Weil in der Jury mit Bonn, Landshut und Jena drei Städte mit Tradition einerseits und hohem Anspruch andererseits Stimmrecht haben, will ich auch künftig diese Aufgabe mit Ernsthaftigkeit verfolgen.