Freitag, 23. April 2010
Meine so genannte Jungfernrede habe ich zum Thema Mindestlohn gehalten. Ich war eingeordnet als Redner bei der Beratung eines Antrages der SPD Fraktion zu diesem Thema. Ich konnte in meinen Ausführungen darauf verweisen, dass ich zu diesem Thema bereits vor einem Jahr (im Superwahl 2009) auf allen vier Ebenen (Kommunal, Land, Bund und Europa) zu diesem Thema die gleiche Position bezogen habe, wie zum Zeitpunkt meines Auftritts im Plenum:
Auf der Grundlage eines liberalen Geländers (an dem ich mich schon zu DDR-Zeiten orientiert habe), widerspricht mir, aus den Grundsätzen des Leistungsprinzips heraus, das Prinzip des Mindestlohnes. Ich weiß heute natürlich wesentlich mehr darüber auszusagen, meine Argumentation ist tiefgründiger geworden, aber das Prinzip blieb. Ungewöhnlich war in meinem Redebeitrag der Hinweis auf das „Marcus-Evangelium“ im Zusammenhang mit dem Vergleich des guten und des schlechten Verwalters. Unter Bezugnahme darauf habe ich Frau Nahles, die den SPD-Antrag eingebracht hatte, auf den geschichtlichen Hintergrund verwiesen. Sehr positiv ist im Plenum aufgefallen und in Erinnerung geblieben, dass Frau Nahles nach meinem Beitrag zu mir gekommen ist und sich in die Schar der Gratulanten eingereiht hat. Ich habe ihr in diesem Zusammenhand gesagt, dass uns offensichtlich mehr verbindet als trennt.
