Fährt man mit dem Auto an der Stadt Gera vorbei, wird man durch große Plakate auf die Otto-Dix-Stadt Gera aufmerksam gemacht. Mit der Ehrung des deutschen Malers und Grafikers Otto Dix (1891-1969) verfolgt die Stadt das Ziel, das Profil der Stadt weiter zu schärfen und ein positives Image zu vermitteln.
Die Stadt liegt an der Weißen Elster im ostthüringischen Hügelland in etwa 200 Metern Höhe und ist bevölkerungsmäßig die drittgrößte Stadt Thüringens.
Historische Bedeutung erlangte Gera als Landeshauptstadt des Fürstentums Reuß jüngerer Linie (1848-1918) sowie des Volksstaates Reuß (1918-1920). Zur Blütezeit der Stoff- und Tuchindustrie war die Stadt einer der reichsten in Deutschland. Die vielen Stadtvillen wie zum Beispiel die Villa Schulenburg zeugen heute vom Reichtum vergangener Zeiten. Die Stadt ist Sitz der Berufsakademie Gera, einer privaten medizinischen Hochschule und war außerdem Veranstaltungsort der Bundesgartenschau 2007.
Wirtschaftliche bedeutsam sind heute das SRH Waldklinikum, Dagro Eissmann Automotive GmbH, Iseo Deutschland GmbH, POG-Präzisionsoptik Gera GmbH, Electronicon Kondensatoren GmbH, Othüna (Margarineherstellung), das Kompressorenwerk Kaeser, SMK-Präzisionsmechanik und eine Niederlassung von Max Bögl. Mit der Köstritzer Brauerei im Nachbarort Bad Köstritz hat die Stadt die größte und bedeutendste deutsche Schwarzbierbrauerei.