Vor 20 Jahren hat die Bundesrepublik Deutschland die Republik Georgien als
Staat anerkannt. Dies hat die Staatsministerin im Auswärtigen Amt Cornelia
Pieper MdB zum Anlass genommen, um mit einer Delegation die Republiken Georgien
und Armenien zu besuchen.
Als Mitglied der Südkaukasischen Parlamentariergruppe des Deutschen Bundestages
habe ich an dieser Reise teilgenommen und vor allem mit Vertretern der Außen-
und Bildungsministerien dieser beiden Länder wichtige Gespräche geführt. In
Eriwan wurde in unserer Anwesenheit ein Sprachlernzentrum des Goethe-Instituts
eröffnet, das vom Auswärtigen Amt gefördert wird. Auch die Oberbürgermeisterin
der Stadt Halle, Dagmar Szabados, sowie die Prorektorin der
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Prof. Gesine Foljabty-Jost,
gehörten zu unserer Delegation. Deshalb standen auch Gespräche mit
Kommunalpolitikern und mit Vertretern der Staatlichen Universität Eriwan auf
dem Programm, mit denen Stadt und Universität Halle seit langer Zeit
freundschaftlichen Kontakt pflegen.
Höhepunkt der Reise war für mich der Empfang durch Eduard Schewardnadse in
seiner Residenz. Staatsministerin Pieper würdigte seinen großen Beitrag zum
Fall der Mauer und zur Wiedervereinigung Deutschlands sowie seine Verdienste um
die Europäische Einigung. Ich habe an die Feierstunde erinnert, in der
Schewardnadse die Ehrendoktorwürde der Friedrich-Schiller-Universität Jena
verliehen wurde. Damals hatte Außenminister Hans Dietrich Genscher in seiner
Laudatio hervorgehoben, dass Schewardnadse in der kritischen und
spannungsgeladenen Situation in der Prager Botschaft im Herbst 1989 versprochen
hatte: "Wir werden helfen!". Er hat dieses Versprechen gehalten und sich damit
dauerhaft unser Vertrauen und unsere Freundschaft erworben.
Eine neue Stipendienkultur ist das Ziel des Deutschlandstipendiums.
Die liberale Bundestagsfraktion hat auf dem FDP-Parteitag in Frankfurt
am Main (12.11.2011) dazu eine Kampagne
gestartet. Weitere Infos finden Sie hier.