In der ersten Sitzungswoche dieses Jahres war der Neujahrsempfang der
Koalitionsfraktionen im Thomas-Dehler-Haus ein sehr erfreulicher Höhepunkt.
Gastgeber waren diesmal die liberalen Fraktions- und Bundesvorsitzenden,
Rainer Brüderle und Philipp Rösler. Die Fraktionsvorsitzenden von
CDU und CSU, Volker Kauder und Gerda Hasselfeldt, waren ebenso
erschienen wie Bundeskanzlerin und CDU-Bundesvorsitzende Angela Merkel.
Das Erlebnis dieser Veranstaltung hat mich in meiner Überzeugung bestärkt, dass
die Koalitionsfraktionen bis zur nächsten Bundestagswahl konstruktiv und
erfolgreich an gemeinsamen Lösungen weiterarbeiten werden.
Ich habe gut daran getan, die Stimmungsschwankungen im Zusammenhang mit dem
Mitgliederentscheid zum Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) im Dezember
nicht in meinem Blog zu dokumentieren. Ich hatte mich von Anfang an für die
Beschlussvorlage des Bundesvorstandes ausgesprochen und meine Haltung in
zahlreichen Veranstaltungen auch zum Ausdruck gebracht. Dabei bekam ich
durchaus den erwarteten Gegenwind zu spüren. Auch ich hatte daher berechtigte
Sorgen im Hinblick auf den Fortbestand der Koalition und im weiteren Verlauf
auch um die Zukunft der FDP. Aber das Votum ist positiv ausgefallen und der
Kurs der Parteiführung ist
Das wird in der Erinnerung sicherlich einer der Höhepunkte sein: Die
Delegationsreise mit sieben Mitgliedern des Petitionsausschusses nach Israel
Anfang Dezember 2011. Um den Gesamteindruck vorwegzunehmen: Meine Sorge um die
Entwicklung in dieser Region, speziell in Israel einschließlich Westbank und
Gaza-Streifen, hat sich eher verstärkt. Nach dem Besuch in der
Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem verstehe ich die Position der Israelis
besser, das Trauma des Holocaust ist sehr präsent. Sie haben nach dem Krieg und
den furchtbaren Verbrechen darunter gelitten, wie eine Schafherde geopfert
worden zu sein. Nie wieder wollen sie das
Die vergangene Woche war erwartungsgemäß geprägt durch die angelaufene
Mitgliederbefragung zur Vorbereitung des Europäischen Stabilitätsmechanismus
(ESM). Soweit ich erkennen kann, haben wir zwar offiziell derzeit keinen Plan
B, dessen ungeachtet spielt aber jeder für sich verschiedene Varianten
durch.
Die Sacharbeit in den Ausschüssen und im Plenum ist weiterhin erfreulich und
erfolgreich. An der gestrigen Plenarsitzung habe ich bis 22.45 Uhr selber
teilgenommen und schriftliche Redebeiträge zum europäischen Kernfusionsreaktor
ITER und zur Bekämpfung von vernachlässigten und armutsbedingten Krankheiten
In der vergangenen Woche hat sich mein Zitat vom Beginn meiner
Abgeordnetentätigkeit wieder bestätigt: "Politik ist sexy". Ich habe so viele
Stimmungsschwankungen erlebt, dass diese Woche im Rückblick den Eindruck
hinterlassen wird, dass es eine tolle Zeit war.
Am Montag wurde Thomas´ Radijojo vom Bundesministerium für Bildung und
Forschung als eines der besten Bildungsprojekte Deutschlands ausgezeichnet. An
der Veranstaltung mit Kindern und Kulturprogramm und mit der Übergabe einer
großen Medaille durch die Staatssekretärin Cornelia Quennet-Thielen habe ich
sehr gerne teilgenommen. Anschließend hat mich die Rektorin
Ich bin am Montag (7. November) mit einem guten Gefühl zur Sitzungswoche
nach Berlin gefahren. Das Treffen der drei Regierungsparteien hatte die
Handlungsfähigkeit und prinzipielle Übereinstimmung der Koalition bestätigt.
Jede der drei Parteien hatte ein spezielles Anliegen durchgesetzt. Das Anliegen
der FDP nach mehr Steuergerechtigkeit (im Umfang von sechs Milliarden Euro) war
unterstützt worden.
Meinen letzten Beitrag habe ich am Vorabend der schwierigen Entscheidung zum
EFSF formuliert. Am 27. Oktober ist das Ergebnis für mich überraschend klar und
positiv ausgefallen. Das war nach tage- und nächtelangen Sitzungen und
unruhigen Stunden im kleineren und größerem Kollegenkreis nicht unbedingt zu
erwarten gewesen. Aber es ist den Verhandlungsführern der Koalition gelungen,
die große Mehrheit der Abgeordneten von ihrem Weg zu überzeugen. Auch SPD und
Grüne unterstützen die Bundesregierung in dieser Frage.
Die wichtigsten Ergebnisse des Euro-Gipfels vom 26. Oktober waren:
- Ein Schuldenschnitt für Griechenland mit
In den ersten beiden Oktoberwochen habe ich in Weimar und in Erfurt bei
Veranstaltungen der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit (FNSt) mit
Lehrern, Schülern und interessierten Bürgern diskutiert. Im Mittelpunkt stand
das Thema direkte Demokratie als "Volksmeinung". Die FNSt hat dieses Thema
aufgenommen. Dr. Bröckenkamp vom Liberalen Institut in Potsdam organisiert dazu
bundesweit Veranstaltungen. Bei den Terminen in Weimar und Erfurt habe ich den
Eindruck gewonnen, dass gerade eine liberale Partei solche basisdemokratischen
Elemente aufgreifen sollte. Der Mitgliederentscheid im Zusammenhang mit der
Euro-Krise trägt
Zwei "heiße Eisen" haben die vergangene Plenarwoche geprägt. Zum einen habe
ich von Aktivitäten des Bundesvorstandes zu Steuersenkungen erfahren - aus der
Zeitung, nicht etwa vom Fraktionsvorstand. Diese Diskussion hat sich bis
Donnerstag mit verschiedenen Äußerungen in den Medien gespiegelt. Für eine
Diskussion in der Fraktion blieb vor dem Hintergrund der europäischen
Finanzkrise, dem anderen "heißen Eisen", keine Zeit. Stattdessen wurden
Sondersitzungen der Fraktionen anberaumt. Sowohl Bundeskanzlerin Merkel als
auch Bundesfinanzminister Schäuble haben der liberalen Bundestagsfraktion mit
ihren Statements Mut für die
Beruhigung und Zufriedenheit gibt es auch in dieser Woche nicht. Die
Diskussionen um den Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM)
und den Fiskalpakt beherrschen das Verhandlungsklima und die
Fachthemen. Erfreulich ist für mich das notwendige Bemühen um eine
Zweidrittel-Mehrheit im Deutschen Bundestag.
Auch die vergangene Woche stand im Zeichen der Entscheidungen zu dem Fiskalpakt für mehr Haushaltsdisziplin und dem dauerhaften Euro-Rettungsschirm (ESM). Diese strategisch wichtigen Themen
bestimmten auch die Debatten über den Nachtragshaushalt für das Jahr 2012 und
über das Betreuungsgeld. Dabei zeigen sich nach wie vor erhebliche Differenzen
nicht nur zwischen Koalition und Opposition, sondern auch quer durch die
Koalitionsparteien.
Eine neue Stipendienkultur ist das Ziel des Deutschlandstipendiums.
Die liberale Bundestagsfraktion hat auf dem FDP-Parteitag in Frankfurt
am Main (12.11.2011) dazu eine Kampagne
gestartet. Weitere Infos finden Sie hier.