7. Mai 2010
Aus der Retrospektive werden die wirtschaftlichen und finanzpolitischen Turbulenzen in Griechenland einerseits und des Euro aus globaler Sicht andererseits mit weniger Aufgeregtheit kommentiert. In beiden Fällen fühle ich mich durch Bundesinnenminister de Maizière und durch Bundesfinanzminister Schäuble gut, aber zweifelsohne nicht allumfassend informiert. In beiden Fällen bleiben offene Fragen und dennoch werde ich beiden Gesetzen zustimmen. Aufgabe der Regierung ist es in solchen hochdramatischen Situationen, ein Optimum für die Bundesrepublik Deutschland, für den Euro und für Europa herauszuholen. Nach meinem Eindruck sind die Bemühungen nicht erfolglos geblieben. Eine Sicherheit für das Gelingen gibt es nicht, aber eine Minimierung der Gefahrenquellen.
Zwei andere politische Ereignisse haben mich von diesem Desaster etwas abgelenkt. Da war zunächst die Gedenkveranstaltung für ehemalige Zwangsarbeiter bei der Remag AG im Leubengrund bei Kahla. Da war außerdem ein kommunalpolitischer Kongress in Zagreb, bei dem ich vor den höchsten Repräsentanten Kroatiens einen Vortrag zu kommunalpolitischen Themen (mit einer Power-Point-Präsentation) gehalten habe.
